Ein Partisanenlager 50 Kilometer westlich von Moskau: Hier beginnt die unglaubliche Odyssee eines neunjährigen deutschen Jungen durch die eisige Hölle der Ostfront bis an den Rhein.
Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs lebt der neunjährige Walter Tilemann mit seinen Eltern, die als deutsche Kommunisten nach Russland auswanderten, in Moskau. Als die Eltern im Zuge der stalinistischen Säuberungen verhaftet werden, landet Walter in einem Waisenhaus, aus dem er jedoch kurze Zeit später flieht. Nach einer abenteuerlichen Irrfahrt schließt sich der Junge einer Gruppe russischer Partisanen an, von der er als Spion gegen die vorrückenden deutschen Truppen eingesetzt wird. Aber Walter hat Glück. In einem kleinen Dorf wird er von deutschen Soldaten aufgegriffen, sie haben Mitleid mit dem Jungen, geben ihm zu Essen und "adoptieren" ihn.
Man steckt ihn in eine Uniform mit Gefreitenstreifen. Komplettiert wird die Montur durch ein Käppi und ein Koppel mit Pistolentasche. Damit die Tasche nicht hohl aussieht, schenken ihm die Landser eine geschnitzte Holzpistole. Mit der eingravierten Aufschrift: „Tötet nicht“.
So nimmt seine Karriere als russischer Partisanenjunge eine überraschende Wende. Walter wird das Maskottchen der Kompanie.
Die Russen hatten ihm den Vater genommen, aber bei der Kompanie begegnet er einem Mann, der jetzt als Erzieher diese Rolle übernimmt: Er heißt Willy Heine, ist 27 Jahre alt und hat den Rang eines Feldwebels. Er kümmert sich wie ein Vater um den einsamen Jungen, beginnt sich für seine Herkunft und Familiengeschichte zu interessieren und beschützt ihn auf dem weiteren Vormarsch.
Zusammen mit Willy überlebt Walter den langen eisigen Winter vor Moskau und erhält schlussendlich sogar die "Ostmedaille", auch "Gefrierfleischorden" genannt. Nach dem Krieg bringt ihn Willy nach Bonn, wo Walters Verwandtschaft sich seiner an nimmt. Die Eltern gelten jedoch weiterhin als vermisst.
Erst viele Jahre nach dem Krieg findet Walter seine Mutter. Sie hat in einem russischen Gulag überlebt. Was mit seinem Vater geschah, soll er erst 1989 vom Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes erfahren: Dieser wurde bereits 1937 durch das Militärkollegium des Obersten Gerichthof als angeblicher deutscher Spion zum Tode verurteilt, aber 1989 von den Sowjetbehören rehabilitiert.
Walter Tilemann hat überlebt, doch sein Schicksal steht stellvertretend für die ersten Opfer des Krieges – die Kinder.
Kommentar des Historikers Guido Knopp: "Mit den Erinnerungen des Walter Tilemann ist es gelungen, eine Biografie zu erzählen, die exemplarisch ist für die Situation vieler Menschen, die im Kampf zwischen den Ideologien des Zwanzigsten Jahrhunderts zerrieben wurden."
Werner P' Dhein, Bonner Autor und Journalist: "In zwei Nächten habe ich das Buch gelesen – so spannend war es."
Hamburger Abendblatt: "Eindrucksvolle Erzählung."
Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs lebt der neunjährige Walter Tilemann mit seinen Eltern, die als deutsche Kommunisten nach Russland auswanderten, in Moskau. Als die Eltern im Zuge der stalinistischen Säuberungen verhaftet werden, landet Walter in einem Waisenhaus, aus dem er jedoch kurze Zeit später flieht. Nach einer abenteuerlichen Irrfahrt schließt sich der Junge einer Gruppe russischer Partisanen an, von der er als Spion gegen die vorrückenden deutschen Truppen eingesetzt wird. Aber Walter hat Glück. In einem kleinen Dorf wird er von deutschen Soldaten aufgegriffen, sie haben Mitleid mit dem Jungen, geben ihm zu Essen und "adoptieren" ihn.
Man steckt ihn in eine Uniform mit Gefreitenstreifen. Komplettiert wird die Montur durch ein Käppi und ein Koppel mit Pistolentasche. Damit die Tasche nicht hohl aussieht, schenken ihm die Landser eine geschnitzte Holzpistole. Mit der eingravierten Aufschrift: „Tötet nicht“.
So nimmt seine Karriere als russischer Partisanenjunge eine überraschende Wende. Walter wird das Maskottchen der Kompanie.
Die Russen hatten ihm den Vater genommen, aber bei der Kompanie begegnet er einem Mann, der jetzt als Erzieher diese Rolle übernimmt: Er heißt Willy Heine, ist 27 Jahre alt und hat den Rang eines Feldwebels. Er kümmert sich wie ein Vater um den einsamen Jungen, beginnt sich für seine Herkunft und Familiengeschichte zu interessieren und beschützt ihn auf dem weiteren Vormarsch.
Zusammen mit Willy überlebt Walter den langen eisigen Winter vor Moskau und erhält schlussendlich sogar die "Ostmedaille", auch "Gefrierfleischorden" genannt. Nach dem Krieg bringt ihn Willy nach Bonn, wo Walters Verwandtschaft sich seiner an nimmt. Die Eltern gelten jedoch weiterhin als vermisst.
Erst viele Jahre nach dem Krieg findet Walter seine Mutter. Sie hat in einem russischen Gulag überlebt. Was mit seinem Vater geschah, soll er erst 1989 vom Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes erfahren: Dieser wurde bereits 1937 durch das Militärkollegium des Obersten Gerichthof als angeblicher deutscher Spion zum Tode verurteilt, aber 1989 von den Sowjetbehören rehabilitiert.
Walter Tilemann hat überlebt, doch sein Schicksal steht stellvertretend für die ersten Opfer des Krieges – die Kinder.
Kommentar des Historikers Guido Knopp: "Mit den Erinnerungen des Walter Tilemann ist es gelungen, eine Biografie zu erzählen, die exemplarisch ist für die Situation vieler Menschen, die im Kampf zwischen den Ideologien des Zwanzigsten Jahrhunderts zerrieben wurden."
Werner P' Dhein, Bonner Autor und Journalist: "In zwei Nächten habe ich das Buch gelesen – so spannend war es."
Hamburger Abendblatt: "Eindrucksvolle Erzählung."