Die Frau des fürstlich-hohenlohischen Hofpredigers und Langenburger Dekans, Agnes Günther, hatte eine Vorliebe für Geistergeschichten und verfügte über eine außerordentlich rege Phantasie. Es bewegte sie deshalb heftigst, als ihr Mann, der Dekan, eines Tages alte Dokumente über einen Strafprozess aufstöberte, bei welchem 1750 oder 1672 die Frau des Müllers von Hürden bei Bächlingen als Hexe angeklagt, im Verlies des Langenburger Schlosses gefoltert, zum Tode durch das Feuer verurteilt und, wie es im frommen Kirchenbuch heißt, »am Stock stranguliert und zu Asche verbrannt« wurde.
Agnes Günther dichtete daraus ein Drama mit dem Titel »Die Hexe, die eine Heilige war«. Die heilige Hexe nannte sie darin »Gisela«. Als sie dann einmal die Burg Tierberg besuchte, will sie »plötzlich geradezu körperlich die Vision der Gisela« erlebt haben. Das weckte in ihr den unwiderstehlichen Drang, ihre weiteren Geisterempfindungen zu Papier zu bringen.
Es wurde einer der großen deutschen Bestseller, denn fast alle jungen Mädchen der damaligen Generation haben die Geschichte des Grafen Harro mit seinem »Seelchen«, der Prinzessin Rosemarie, verschlungen und unter Tränen nachempfunden.
Agnes Günther dichtete daraus ein Drama mit dem Titel »Die Hexe, die eine Heilige war«. Die heilige Hexe nannte sie darin »Gisela«. Als sie dann einmal die Burg Tierberg besuchte, will sie »plötzlich geradezu körperlich die Vision der Gisela« erlebt haben. Das weckte in ihr den unwiderstehlichen Drang, ihre weiteren Geisterempfindungen zu Papier zu bringen.
Es wurde einer der großen deutschen Bestseller, denn fast alle jungen Mädchen der damaligen Generation haben die Geschichte des Grafen Harro mit seinem »Seelchen«, der Prinzessin Rosemarie, verschlungen und unter Tränen nachempfunden.