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    Der geheimnisvolle Ring. Ein Liebesroman aus dem Wien Maria Theresias (German Edition)

    Por Marie Andrevsky

    Sobre

    Sophie wird von der Baronin Weißenfeld an Kindesstatt angenommen und gemeinsam mit deren leiblicher Tochter Luise aufgezogen. Achtzehn Jahre später ist das Gut verarmt. Das Angebot der Kaiserin Maria Theresia, die ihr Patenkind Luise nach Wien beordert, da sie für den Grafen Karlesky, einen stadtbekannten Bonvivant, eine Frau sucht, erweckt Hoffnung auf einen Ausweg aus der finanziellen Misere. Luise brennt jedoch mit einem italienischen Maler durch und Sophie fährt an ihrer Stelle nach Wien. Ein Ring mit einem Drachen, das einzige Vermächtnis ihrer Mutter, macht sie zum Mittelpunkt eines teuflischen Ränkespiels ...

    Ein Liebesroman aus dem Wien Maria Theresias, ca 200 Seiten

    Marie Andrevsky lebt mit ihrer Familie in Wien. Sie spricht mehrere Sprachen und erlag schon früh der Faszination des Schreibens. In ihren Geschichten erwacht das alte Wien mit all seiner Pracht wieder zum Leben

    Leseprobe:
    Hastig stopfte Sophie die Bücher ins Regal. Die Schritte kamen näher und mit ihnen ein eigenartiger Singsang. Dann wurde die Tür aufgestoßen. Instinktiv duckte sich Sophie hinter einen Lehnsessel.
    Eine Gestalt torkelte ins Zimmer. Ein Liedchen summend, strebte sie dem kleinen runden Tisch zu, auf dem sich Karaffen und Gläser befanden. Und außerdem die brennende Kerze, die Sophie mitgebracht hatte.
    Von ihrem Versteck konnte sie nur hochhackige schwarze Schnallenschuhe, in weiße Seidenstrümpfe gekleidete Waden und bordeauxrote Kniehosen erkennen. Eine Allongeperücke fiel zu Boden, eine mit silbernen Ornamenten bestickte Brokatjacke folgte.
    Als sie das Klirren von Glas an Glas hörte, beugte sich Sophie nach vorne. Nur einige Schritte von ihr entfernt stand ein Mann, der gerade einen funkelnden Kristallkelch an den Mund hob. Er hielt mitten in der Bewegung inne und starrte auf die brennende Kerze. Dann drehte er sich um und entdeckte die auf dem Teppich liegenden Bücher.
    „Wer immer sich hier befindet, tut gut daran, sich zu zeigen.“ Seine Worte klangen verwischt und Sophie war sicher, dass das Glas in seiner Hand das letzte in einer langen Reihe war.
    Im Bewusstsein nichts Unrechtes getan zu haben, stand sie auf und kam hinter dem Lehnsessel hervor. Der Mann betrachtete sie schweigend. Dann nahm er einen Schluck aus dem Glas.
    Sophie presste das Buch an die Brust, als wäre es ein Schutzschild. Sie hatte keine Ahnung, was sie tun oder sagen sollte.
    „Ich gehe doch recht in der Annahme, dass wir uns noch nicht vorgestellt wurden?“
    „Ja.“ Sie krächzte das Wort und räusperte sich.
    „Darf ich dann so frei sein zu fragen, was Ihr in meinem Haus treibt – zu dieser unchristlichen Stunde?“
    „Ich bin die Verlobte des Grafen von Karl...“, sie brach ab und starrte ihn an.
    Seine Lippen verzogen sich. „Ach, wie konnte ich darauf nur vergessen ... heute sollte ja meine ungeduldig erwartete Braut eintreffen.“ Er stellte das Glas weg und ließ seinen Oberkörper in der Parodie einer Verbeugung nach vorne fallen. „Graf Alexander von Karlesky, zu Euren Diensten.“
    Sie befeuchtete ihre Lippen. „Sophie ...“, sie bemerkte ihren Fehler zu spät und dachte panisch nach. „Sophie Luise von Weißenstein.“
    Mit großen Augen sah sie, wie er näher kam und umklammerte das Buch fester. Bevor sie wusste, was er beabsichtigte, hatte er nach ihrem Kinn gegriffen und drehte es zum Licht der Kerze.
    „Wie alt seid Ihr?“
    „Neunzehn“, stammelte sie.
    „Ihr seht keinen Tag älter als fünfzehn aus. Ich dachte schon, die Kaiserin hätte ein Kind gekauft.“ Er ließ ihr Kinn los.
    Die Beleidigung, die seine Worte bargen, nicht nur für sie, sondern auch für die ihr unbekannte Herrscherin, machte sie hilflos. Sie suchte nach einer passenden Erwiderung, aber ihr Verstand war wie leer gefegt. Deshalb fiel ihr erst nach einer geraumen Weile auf, dass er in den Ausschnitt ihres Morgenmantels starrte.
    Er hob die Hand und berührte den Ring, den sie an einer dünnen Kette um den Hals trug. „Was ist das?“
    Seine Worte klangen nicht länger verwischt, sondern kristallklar ...
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