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    Das gestohlene Leben des Gad Lagoda Band 3 (Das gestohleme Leben des Gad Lagoda) (German Edition)

    Por Dr. Gad Labudda

    Sobre

    Die Mutter sah er zuletzt, als er fünf Jahre alt wurde. Sie soll jüdisch gewesen sein. Sie wurde später durch eine paranoide, sadistische Stiefmutter ersetzt. Als er vierzehn Jahre alt war, verlor er den Vater, der mehrere Jahre mit Krebs in verschiedenen Krankenhäusern verbracht hatte. Die Stiefmutter wollte den ihr verhassten Dan bei der Polizei abgeben, aber die wollte ihn nicht; er war dort nicht bekannt und hatte nichts verbrochen. Die Stiefmutter musste auf die Bestellung eines Vormundes warten. Das Vormundschaftsgericht suchte einen passenden Vormund, aber das ging nicht, denn Dan war nicht christlich und glaubte an keinen Gott. So verurteilte es Dan zu einer christlichen Erziehung und bestimmte ein Evangelisches Kreispfarramt für Diakonie zum Vormund.

    Wie fühlt sich ein Fünfzehnjähriger, wenn er hört, der Vormund ist nicht bereit, ihn zu sehen oder mit ihm zu sprechen, weil er ,nicht christlich‘ und folglich ein Verbrecher ist, wenn er Verbrechen gestehen soll, die er nicht einmal kennt, wie fühlt er sich, wenn er wegen fürchterlicher Verbrechen, die er nie erfahren darf, fünf Jahre lang als Sträfling hinter Gittern sitzt, unter Entziehung der Menschrechte und bei Verbot ärztlicher Untersuchung oder Behandlung?

    Und wie fühlt sich ein Mensch, wenn er zu Anfang seiner zwanziger Jahre erfährt, dass er lebenslang ein arbeitsunfähiger Invalide sein wird, weil ihm während seiner christlichen Erziehung jeder Arztbesuch verboten worden war?

    Er fühlte sich dennoch gut, als er die Schule nachgeholt, studiert, in Holland seinen Doktor gemacht und in Deutschland eine psychologische Gesprächspraxis eröffnet hatte. Er legte seine Dokumente vor, ließ den Doktortitel und seinen jüdischen Namen in seinen Pass eintragen und glaubte, er hätte nun den Anschluss an ein normales Leben geschafft. Dann wurde er inhaftiert, ohne Grund, verlor seine Existenz und baute sie wieder auf. Bis er seinen Pass verlängern musste. Auf dem Einwohnermeldeamt wurde ihm der Doktortitel gestrichen. Weil er ein bekannter Verbrecher war. Sonst hätte er ja niemals seine Jugend hinter Gittern verbracht. Deshalb könnte er auch nie studiert haben. Folglich hätte er auch den Pass gefälscht. Ein Beamter nahm ihm den Pass ab und bezeugte sogar, dass sie selbst gesehen hat, wie er ihn gefälscht hat. Und sein jüdischer Name wurde ihm verboten. Begründung: „Wenn Ihre Eltern Ihnen den Namen gleich bei Ihrer Geburt gegeben hätten, dann würden Sie dem deutschen Staat heute nicht zur Last fallen.“ Richtig, das hatte er vergessen; dann hätte man ihn vergast. Und nun bestrafte ihn der deutsche Rechtsstaat dafür, dass er nicht vergast worden war. Es gelang ihm, seinen Pass wieder an sich zu bringen. Der war nun nicht mehr gefälscht; man konnte ihn jetzt auf Echtheit prüfen. Doch mit Verbot und Streichung seines Namens war an jetzt ein Krimineller. Er führte eine psychologische Praxis, hielt Vorlesungen, kassierte Gebühren unter falschem Namen. Er wurde weiter verfolgt und musste aus Deutschland flüchten.
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