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    Das zebrierte Haus (German Edition)

    Por Genot Höster

    Sobre

    Bücher über die Kunst gibt es tausende, hunderttausende, Millionen. Kataloge, Beschreibungen, Theorien.

    Aber mal eine kleine, kuriose Geschichte um die Kunst in einer Stadt K.? Und über Künstler/-innen, die in dieser Stadt agieren?

    Ein Trödel-Antiquitäten-Händler (und Pseudo-Galerist) eröffnet eine eher schäbige Kunsthandlung, wobei und wodurch er aber dann zufällig auf eine echte Künstlerin namens Helma trifft. Der Aufstieg der beiden beginnt ... und dann?

    Gernot Höster ist einer, der sich in der Kunstszene auskennt. Er stammt aus Kempen, geht wochentags einem normalen Beruf als Verwaltungsfachwirt nach, aber sein Herz schlägt auch noch woanders.

    ZITATE

    Als sich sie sah, war es schon deutlich. Jedes Lächeln von ihr hatte diesen seltsamen Bezug zu Ereignissen, die ich hier kaum nennen kann.

    Ich war drei Wochen nach der Eröffnung ziemlich verzweifelt, weil nichts und niemand eintrat.

    Wenn wir eine Straße auf der Karte suchten, sagte sie: »Schatz, du weißt, dass ich nie Straßen finde!« ... um es dann doch zu versuchen. Ihre Hilflosigkeit kämpfte mit ihrer Liebenswürdigkeit.

    Sie hatte ein rotes leuchtendes T-Shirt, dazu pechschwarze Haare. Der Kontrast machte schon einiges her. Vom Hauttyp war sie bleichweiß, woraus sich eine Drei-Farben-Komposition ergab.

    Wir waren eine mittelgroße deutsche Stadt, K. geheißen. Es gab keine Universität und unsere Lokalzeitung berichtete regelmäßig in 10 oder in 20 öden Zeilen über unsere lokalen Künstler.

    Sie stand wie unverändert da und glotzte auf diese (ihre) hässliche Puppe, die ein Kind darstellen sollte. Oder eben auch nicht.

    »Sie wollen über eine Parallelhandlung ein Parallelgefühl herstellen?«, fragte ich, und sie nickte wieder, als wäre das doch selbstverständlich.

    »Eben, Dirk, wir sind nicht direkte Nachbarn, aber wir wohnen doch gegenüber, in der gleichen Straße, sehr nah, und somit sind wir auch irgendwie eine Art Nachbarn. Das hat der Gott der Kunst so gewollt.«

    Manches Mal sah ich ihren Körper hin und herhuschen, als würde sie bestimmte Übungen machen, oder auch ihre Kunst einstudieren.

    Ich stimmte wieder zu, weil mir keine andere Chance blieb: Von Kunst hatte ich nicht viel Ahnung. Aber eine Performance war immer gut, sie würde mir vielleicht auch neue Kunden ins Geschäft holen.

    Das Wetter war immer noch gut. Kaum Sonne, aber angenehm. Man konnte stundenlang hin- und hergehen, mit so einem Kinderwagen.

    Es bauten sich die ersten Sender dauerhaft vor unserem Haus auf und wollten nun nur noch LIVE berichten. Alles stand voll mit deren Wagen und Bussen.

    Gobheim schüttelte sich nur, zeigte auf Polizisten, zeigte auf städtische Vertreter, wies auf Männer in Anzügen, auf Männer in Overalls, auf Männer in Kitteln (eine Frau war auch darunter) und ging dann sehr wütend und erregt wieder zu seinem Auto.

    Ich wusste nichts davon, aber bestimmt war alles sehr rechtens.

    Da stutzte ich: Könnte es sein, dass Ann-Sophie mich auch immer als Künstler gesehen hatte?
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