Eurokrise, Schulden, Sparprogramme. Die Griechen kämpfen sich mit viel Kraft und Wut, Geduld und Hoffnung durch einen immer schwerer werdenden Alltag. Griechenland-Kenner Willi F. Gerbode reiste im Sommer 2012 abermals durch das Land. In zahlreichen Gesprächen spürt der Autor die Ängste der Griechen jetzt im dritten Jahr der Schulden-Krise, hört von ihren Hoffnungen. Ein Bürgerkrieg ist nicht mehr auszuschließen. Die Gesellschaft zerbricht.
Arbeitslosigkeit für jeden Vierten. Über die Hälfte der Jugendlichen ohne Job. "Gastarbeiter" aus Osteuropa als Niedriglohn-Konkurrenten. Eine Polizei, die zu einem gehörigen Teil rechtsradikal wählt. Die Steuerverweigerung vieler: der Ärzte, Rechtsanwälte, Hoteliers und Superreichen. Unter die Armutsgrenze gekürzte Mindestlöhne und Renten. Ein drastischer Anstieg der Selbstmorde. Ärzte, die nur noch gegen Cash behandeln. Sozialkassen vor dem Kollaps. Ein Zustrom von Migranten, der Toleranz und Leistungsfähigkeit des Landes überfordert. Unfähige, unwillige, populistischen, korrupte Politiker. Der Staat: für die Bürger ein Feind, für die Partner der Eurozone ein unzuverlässiger Kantonist. — Alles zusammen ein schauerliches Gemisch, ein schicksalhaftes Geschenk für die Radikalen von Rechts und Links, eine Aufforderung, den gesellschaftlichen Kessel zum Explodieren zu bringen. "Der freie Fall des Ikaros. Bei den Griechen im Kampf um Europa" ist eine Bestandsaufnahme von unten.
Der europäische Weihrauch hat sich verzogen. Die Skepsis wächst. Institutionen und Politiker verlieren Vertrauen. Die Luft ist voller Nebenkerzen. Aggressivität und Hetze sind der Schmierfilm, auf dem die Menschen in die Katastrophe zu rutschen drohen.
"Der freie Fall des Ikaros" ist ein Plädoyer Willi F. Gerbodes: Bei all den Problemen und Ängsten sollten wir eines nicht verlieren — unsere Mitleidsfähigkeit!
Arbeitslosigkeit für jeden Vierten. Über die Hälfte der Jugendlichen ohne Job. "Gastarbeiter" aus Osteuropa als Niedriglohn-Konkurrenten. Eine Polizei, die zu einem gehörigen Teil rechtsradikal wählt. Die Steuerverweigerung vieler: der Ärzte, Rechtsanwälte, Hoteliers und Superreichen. Unter die Armutsgrenze gekürzte Mindestlöhne und Renten. Ein drastischer Anstieg der Selbstmorde. Ärzte, die nur noch gegen Cash behandeln. Sozialkassen vor dem Kollaps. Ein Zustrom von Migranten, der Toleranz und Leistungsfähigkeit des Landes überfordert. Unfähige, unwillige, populistischen, korrupte Politiker. Der Staat: für die Bürger ein Feind, für die Partner der Eurozone ein unzuverlässiger Kantonist. — Alles zusammen ein schauerliches Gemisch, ein schicksalhaftes Geschenk für die Radikalen von Rechts und Links, eine Aufforderung, den gesellschaftlichen Kessel zum Explodieren zu bringen. "Der freie Fall des Ikaros. Bei den Griechen im Kampf um Europa" ist eine Bestandsaufnahme von unten.
Der europäische Weihrauch hat sich verzogen. Die Skepsis wächst. Institutionen und Politiker verlieren Vertrauen. Die Luft ist voller Nebenkerzen. Aggressivität und Hetze sind der Schmierfilm, auf dem die Menschen in die Katastrophe zu rutschen drohen.
"Der freie Fall des Ikaros" ist ein Plädoyer Willi F. Gerbodes: Bei all den Problemen und Ängsten sollten wir eines nicht verlieren — unsere Mitleidsfähigkeit!