Die moderne Naturwissenschaft hat trotz ihrer überwältigenden Erfolge ein großes, offenbar unlösbares Problem, nämlich ihr nur noch „hypothetischer Realismus“ mit der unbeantworteten Frage: „Was ist Realität?“. Angesichts dieses Problems erhoffen sich manche Naturwissenschaftler von der Philosophie eine Hilfe. Doch diese Hilfe konnte die Philosophie ihr bisher ganz offensichtlich nicht geben, zumal die heutige Philosophie überhaupt ihren Bezug zum praktischen und modernen Leben größtenteils verloren hat.
Exemplarisch dafür steht der als einer der angesehensten Philosophen des 20. Jahrhunderts geltende Martin Heidegger. Heidegger stellt zwar einen existentiellen Bezug zum praktischen Leben dadurch her, indem er von einem drohenden Untergang verursacht durch die moderne Technik spricht und mit seinem Buch „Was heißt denken?“ eine konkrete Lösung dazu anbietet. Doch Heidegger vertritt dabei eine metaphysische Lösung, er verfolgt ähnlich wie in der Religion in diesem Zusammenhang ein metaphysisches, übernatürliches Seinsverständnis, das dem menschlichen Sein eine absolute Realität verleiht. Sein Denken ist ein metaphysisches Denken, und er grenzt sich darin von der modernen Wissenschaft, die mit ihrer Methode jede Metaphysik radikal verbannt hat, ausdrücklich mit den Worten ab: „Die Wissenschaft denkt nicht.“
Angesichts dieser vielfältigen Probleme und Widersprüche bei der genauen Bestimmung des scheinbar so realen Seins wird hier das Motto der Aufklärung „Habe Mut Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen“ befolgt. Es wird so versucht, entgegen dem herrschenden Paradigma des Realismus und eines teilweise blinden Autoritätsglaubens den nur noch hypothetischen Realismus zu einem akzeptablen Idealismus hin aufzuklären, zudem sich in der Quantenphysik diese idealistischen Lösungen geradezu aufdrängen. Mit der alten neuplatonischen Idee eines relativen Seinsverständnisses, bei dem Sein gerade keine Eigenschaft und kein Teil des Absoluten, Realen oder Göttlichen ist, eröffnet sich ein gangbarer Weg, auf dem ganz im Gegensatz zu Heideggers Seinsverständnis (als metaphysisches Ursein) nicht nur die Widersprüche zwischen der Philosophie und der modernen Naturwissenschaft überwunden werden können, sondern auch die zur Religion hin. Denn es hat selbst in der christlichen Tradition die sogenannte „negative Theologie“ gegeben, die erst mit Meister Eckhart im Mittelalter der Inquisition zum Opfer gefallen ist. In dieser Theologie ist das Göttliche keine Person, besitzt nicht einmal ein Sein, sondern ist das neuplatonische „Eine“. In der größtmöglichen Überwindung der Widersprüche zwischen den weltlichen Theorien von Philosophie, Religion und moderner Naturwissenschaft spiegelt sich so eine jenseitige Einheit, über die wir wie bei Plotin oder Kants Ding an sich nie werden etwas wissen können, und die eben auch nicht dazu da ist, die scheinbare Realität unseres menschlichen Seins zu retten, zu verewigen und damit zu vergöttlichen.
Dieses nicht reale sondern ideale Seins- und Selbstverständnis erweist sich in der Überwindung der Widersprüche als objektive Wahrheit und steht darin auch nicht im Widerspruch zu praktischen Erfahrungen und Anwendungen, wie den Versuchen in der Quantenphysik oder der erfahrenen Relativität und Vergänglichkeit auch des menschlichen Seins im Tod. Und nur dieses objektive Seins-, Selbst- und Weltverständnis kann einen Ausweg aus der misslichen Lage der aktuellen Entwicklung des Menschen weisen, der in einem begrenzten und übervölkerten Ökosystem versucht, sich der Realität seines Seins durch ein mittels der modernen Technik ermöglichtes, exzessives materielles Wachstum gewiss zu werden. Die Ursache für einen darin drohenden Untergang ist dann nicht wie bei Heidegger die von ihm dämonisierte Technik als solche, sondern eine falsches, reales Seins- und Selbstverständnis, nämlich genau das, das Heidegger durch ein metaphysisches Denken in seiner angeblichen Realität philosophisch absolut setzen will.
Exemplarisch dafür steht der als einer der angesehensten Philosophen des 20. Jahrhunderts geltende Martin Heidegger. Heidegger stellt zwar einen existentiellen Bezug zum praktischen Leben dadurch her, indem er von einem drohenden Untergang verursacht durch die moderne Technik spricht und mit seinem Buch „Was heißt denken?“ eine konkrete Lösung dazu anbietet. Doch Heidegger vertritt dabei eine metaphysische Lösung, er verfolgt ähnlich wie in der Religion in diesem Zusammenhang ein metaphysisches, übernatürliches Seinsverständnis, das dem menschlichen Sein eine absolute Realität verleiht. Sein Denken ist ein metaphysisches Denken, und er grenzt sich darin von der modernen Wissenschaft, die mit ihrer Methode jede Metaphysik radikal verbannt hat, ausdrücklich mit den Worten ab: „Die Wissenschaft denkt nicht.“
Angesichts dieser vielfältigen Probleme und Widersprüche bei der genauen Bestimmung des scheinbar so realen Seins wird hier das Motto der Aufklärung „Habe Mut Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen“ befolgt. Es wird so versucht, entgegen dem herrschenden Paradigma des Realismus und eines teilweise blinden Autoritätsglaubens den nur noch hypothetischen Realismus zu einem akzeptablen Idealismus hin aufzuklären, zudem sich in der Quantenphysik diese idealistischen Lösungen geradezu aufdrängen. Mit der alten neuplatonischen Idee eines relativen Seinsverständnisses, bei dem Sein gerade keine Eigenschaft und kein Teil des Absoluten, Realen oder Göttlichen ist, eröffnet sich ein gangbarer Weg, auf dem ganz im Gegensatz zu Heideggers Seinsverständnis (als metaphysisches Ursein) nicht nur die Widersprüche zwischen der Philosophie und der modernen Naturwissenschaft überwunden werden können, sondern auch die zur Religion hin. Denn es hat selbst in der christlichen Tradition die sogenannte „negative Theologie“ gegeben, die erst mit Meister Eckhart im Mittelalter der Inquisition zum Opfer gefallen ist. In dieser Theologie ist das Göttliche keine Person, besitzt nicht einmal ein Sein, sondern ist das neuplatonische „Eine“. In der größtmöglichen Überwindung der Widersprüche zwischen den weltlichen Theorien von Philosophie, Religion und moderner Naturwissenschaft spiegelt sich so eine jenseitige Einheit, über die wir wie bei Plotin oder Kants Ding an sich nie werden etwas wissen können, und die eben auch nicht dazu da ist, die scheinbare Realität unseres menschlichen Seins zu retten, zu verewigen und damit zu vergöttlichen.
Dieses nicht reale sondern ideale Seins- und Selbstverständnis erweist sich in der Überwindung der Widersprüche als objektive Wahrheit und steht darin auch nicht im Widerspruch zu praktischen Erfahrungen und Anwendungen, wie den Versuchen in der Quantenphysik oder der erfahrenen Relativität und Vergänglichkeit auch des menschlichen Seins im Tod. Und nur dieses objektive Seins-, Selbst- und Weltverständnis kann einen Ausweg aus der misslichen Lage der aktuellen Entwicklung des Menschen weisen, der in einem begrenzten und übervölkerten Ökosystem versucht, sich der Realität seines Seins durch ein mittels der modernen Technik ermöglichtes, exzessives materielles Wachstum gewiss zu werden. Die Ursache für einen darin drohenden Untergang ist dann nicht wie bei Heidegger die von ihm dämonisierte Technik als solche, sondern eine falsches, reales Seins- und Selbstverständnis, nämlich genau das, das Heidegger durch ein metaphysisches Denken in seiner angeblichen Realität philosophisch absolut setzen will.