Charlotte Halink richtet sich mit dieser Streitschrift gegen die Aufforderung zu Größenwahn und gegen wahnhaften selbstruinösen Positivismus, wie sie ihrer Meinung nach das Buch „The Secret“ = „Das Geheimnis“ von Rhonda Byrne vermittelt.
Halink zerpflückt die in Vielzahl verwendeten Worthülsen wie „Das Gesetz der Anziehung“ oder „Gleiches zieht Gleiches an“ und hinterfragt die Aussagen auf ihren tatsächlichen Inhalt hin.
Dabei bleibt kaum etwas übrig an wirklich nützlichen Aussagen, und wenn, dann sind es allgemein bekannte Wahrheiten.
Für die Verfasserin befinden sich die Menschen, die den Thesen von „The Secret“ anhängen, auf gefährlichen Irrwegen. Sie versuchen, Allmachtfantasien ohne Bodenhaftung auszuleben. Dafür steht das Symbol „Der Narr“. Selbst wenn ihnen aber gelänge, was sie sich einbilden, wäre das Ergebnis fragwürdig und der schwarzen Magie zuzurechnen.
Die Autorin sagt unter anderem dazu:
„Wir sind hier nicht allein, deshalb können wir uns nicht einseitig nur auf uns selbst konzentrieren und andere Menschen völlig ausklammern. Es kommt auch auf die Anderen an. Entweder bin ich in der Situation, die Hilfe von Anderen zu brauchen, oder ich bin in der Situation, Anderen die Hilfe zu geben, die sie brauchen. Es ist interessant, dass im ganzen Buch „The Secret“ Letzteres nicht vorkommt. Hat mich jemand, der Hilfe brauchte, kraft seiner Suggestion zur Hilfe gerufen? Und lasse ich einen anderen Hilfsbedürftigen, weil er der Suggestion nicht mächtig ist, links liegen?
Ich stelle mir das menschliche Miteinander anders vor. Und da stimme ich „The Secret“ zu: Wir haben es in der Hand, unsere eigene Bedürfnisbefriedigung in jeder Hinsicht über das Wohl der Anderen zu stellen - oder unsere Welt, unser Miteinander humaner zu gestalten, weil wir das Zusammenleben in dieser Weise schöner finden. Zu Letzterem brauchen wir aber kein Universum und auch keine Allmachtfantasien, sondern nur etwas guten Willen.“
Menschen sind soziale Wesen. Ob wir wollen oder nicht, wir können nicht ohne die Anderen. Alles, was uns umgibt, ist in der Regel von anderen Menschen gemacht, z.B. der Sessel, auf dem ich sitze wie auch das Brot, welches ich esse. Der Bildschirm vor mir und die Tastatur unter meinen Händen wurden von mir unbekannten Menschen gefertigt…
Und das geschah nicht, weil ich es Kraft meiner Gedanken herbeigewünscht habe, sondern weil es in unserem Lebensgefüge um ein Miteinander, ein Geben und Nehmen geht. Ich finde es schöner, mich im Fall des Falles auf die Hilfe meiner Mitmenschen verlassen zu können, als mir in großer Not sagen zu müssen, dass ich irgendwie meine Gedanken falsch formuliert habe und deshalb selbst schuld bin und keiner Hilfe würdig. Und erst Recht sollten wir unseren Mitmenschen nötige Hilfe nicht vorenthalten mit der Begründung, dass sie ihr Unglück selbst zu verantworten haben – wir könnten ebenfalls mal in die entsprechende Situation geraten und (lt. "The Secret") „zur falschen Zeit am falschen Ort sein“.
Charlotte Halink
Halink zerpflückt die in Vielzahl verwendeten Worthülsen wie „Das Gesetz der Anziehung“ oder „Gleiches zieht Gleiches an“ und hinterfragt die Aussagen auf ihren tatsächlichen Inhalt hin.
Dabei bleibt kaum etwas übrig an wirklich nützlichen Aussagen, und wenn, dann sind es allgemein bekannte Wahrheiten.
Für die Verfasserin befinden sich die Menschen, die den Thesen von „The Secret“ anhängen, auf gefährlichen Irrwegen. Sie versuchen, Allmachtfantasien ohne Bodenhaftung auszuleben. Dafür steht das Symbol „Der Narr“. Selbst wenn ihnen aber gelänge, was sie sich einbilden, wäre das Ergebnis fragwürdig und der schwarzen Magie zuzurechnen.
Die Autorin sagt unter anderem dazu:
„Wir sind hier nicht allein, deshalb können wir uns nicht einseitig nur auf uns selbst konzentrieren und andere Menschen völlig ausklammern. Es kommt auch auf die Anderen an. Entweder bin ich in der Situation, die Hilfe von Anderen zu brauchen, oder ich bin in der Situation, Anderen die Hilfe zu geben, die sie brauchen. Es ist interessant, dass im ganzen Buch „The Secret“ Letzteres nicht vorkommt. Hat mich jemand, der Hilfe brauchte, kraft seiner Suggestion zur Hilfe gerufen? Und lasse ich einen anderen Hilfsbedürftigen, weil er der Suggestion nicht mächtig ist, links liegen?
Ich stelle mir das menschliche Miteinander anders vor. Und da stimme ich „The Secret“ zu: Wir haben es in der Hand, unsere eigene Bedürfnisbefriedigung in jeder Hinsicht über das Wohl der Anderen zu stellen - oder unsere Welt, unser Miteinander humaner zu gestalten, weil wir das Zusammenleben in dieser Weise schöner finden. Zu Letzterem brauchen wir aber kein Universum und auch keine Allmachtfantasien, sondern nur etwas guten Willen.“
Menschen sind soziale Wesen. Ob wir wollen oder nicht, wir können nicht ohne die Anderen. Alles, was uns umgibt, ist in der Regel von anderen Menschen gemacht, z.B. der Sessel, auf dem ich sitze wie auch das Brot, welches ich esse. Der Bildschirm vor mir und die Tastatur unter meinen Händen wurden von mir unbekannten Menschen gefertigt…
Und das geschah nicht, weil ich es Kraft meiner Gedanken herbeigewünscht habe, sondern weil es in unserem Lebensgefüge um ein Miteinander, ein Geben und Nehmen geht. Ich finde es schöner, mich im Fall des Falles auf die Hilfe meiner Mitmenschen verlassen zu können, als mir in großer Not sagen zu müssen, dass ich irgendwie meine Gedanken falsch formuliert habe und deshalb selbst schuld bin und keiner Hilfe würdig. Und erst Recht sollten wir unseren Mitmenschen nötige Hilfe nicht vorenthalten mit der Begründung, dass sie ihr Unglück selbst zu verantworten haben – wir könnten ebenfalls mal in die entsprechende Situation geraten und (lt. "The Secret") „zur falschen Zeit am falschen Ort sein“.
Charlotte Halink