Depressionen machen einsam. Sie machen traurig, hilflos, verzweifelt, wütend und innerlich leer. Sie geben einem das Gefühl, verloren zu sein und nicht mehr leben zu wollen. Sie können aber auch aggressiv, wütend oder lethargisch machen. Sie verändern die Stimmung so, wie sie gerade wollen. Depressionen sind heimtückisch. Sie treten nicht plötzlich auf, wie etwa ein gebrochener Arm oder Durchfall. Sie schleichen um dich herum, ziehen immer enger werdende Kreise... sie umgarnen deinen Verstand und stülpen sich langsam über das eigene Sein, sie manipulieren, verändern dich. Von Tag zu Tag, von Woche zu Woche. Die Symptome sind so facettenreich, dass sie für Außenstehende, aber auch für den Betroffenen selbst, nur schwer nachvollziehbar sind. Was da mit einem passiert, ist nicht greifbar.
Über andere Krankheiten sagt man, dass man sie hat: Ich habe eine Grippe, ich habe Migräne. Aber die einzig wahre Aussage über die Depression lautet: Ich bin depressiv! Diese Erkenntnis war für mich nur schwer zu ertragen. Ich wollte lange Zeit nicht einsehen, dass dieser tieftraurige Zustand nun mein neues Ich sein sollte. Nicht zuletzt, weil die Symptome derart schleichend in mein Leben kamen, dass ich es fast selbst nicht bemerkte. Und doch steckte ich mittendrin und musste mit ansehen, wie mein Leben, langsam aber sicher, aus den Fugen geriet.
Unterm Strich hat mich die Depression Beziehungen, Freunde, Arbeitsplätze und fast ein ganzes Jahrzehnt wertvolle Lebenszeit gekostet. Lebenszeit, in der ich nicht konnte, wie ich wollte! Trotz medikamentöser Behandlung und zahlreicher Therapien ging es mir im laufe der Jahre tendenziell immer schlechter. Es war ein harter Kampf, von dem ich überrascht bin, ihn überlebt zu haben. Zumal ich ihn oft auch gar nicht überleben wollte.
Heute, auf diese Zeit zurückblickend, kann ich sagen dass ich sehr froh bin, diesen Kampf gewonnen zu haben. Ich bin froh, am Leben zu sein und auf völlig unerwartete Weise aus dem Dunkeln heraus gefunden zu haben.
Über andere Krankheiten sagt man, dass man sie hat: Ich habe eine Grippe, ich habe Migräne. Aber die einzig wahre Aussage über die Depression lautet: Ich bin depressiv! Diese Erkenntnis war für mich nur schwer zu ertragen. Ich wollte lange Zeit nicht einsehen, dass dieser tieftraurige Zustand nun mein neues Ich sein sollte. Nicht zuletzt, weil die Symptome derart schleichend in mein Leben kamen, dass ich es fast selbst nicht bemerkte. Und doch steckte ich mittendrin und musste mit ansehen, wie mein Leben, langsam aber sicher, aus den Fugen geriet.
Unterm Strich hat mich die Depression Beziehungen, Freunde, Arbeitsplätze und fast ein ganzes Jahrzehnt wertvolle Lebenszeit gekostet. Lebenszeit, in der ich nicht konnte, wie ich wollte! Trotz medikamentöser Behandlung und zahlreicher Therapien ging es mir im laufe der Jahre tendenziell immer schlechter. Es war ein harter Kampf, von dem ich überrascht bin, ihn überlebt zu haben. Zumal ich ihn oft auch gar nicht überleben wollte.
Heute, auf diese Zeit zurückblickend, kann ich sagen dass ich sehr froh bin, diesen Kampf gewonnen zu haben. Ich bin froh, am Leben zu sein und auf völlig unerwartete Weise aus dem Dunkeln heraus gefunden zu haben.