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    Goethes Briefe aus Dornburg: Goethes Briefe vom 7.7. bis 10.9.1828 (German Edition)

    Por Karl Schön

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    Wie in einem Märchenreich liegen die drei Dornburger Schlösser, auf einem mächtigen Kalksteinfelsen zusammengedrängt, an den Steinblock wie Vogelnester geklebt. Die Schlösser mit unterschiedlicher Architektur, nämlich späte Gotik, Renaissance und Rokoko, ergänzen sich, wie ein neuerer Dichter schrieb, "in Form und Ansehen auf eine wunderbare Weise. Sie nehmen die Höhenlinie des Felsens auf, die den Bauwerken jene schwebende Leichtigkeit gibt" (Hanns Cibulka, Dornburger Blätter). Das älteste und trutzigste Schloss, das am nördlichen Ende steht, ist in seinen Grundmauern über ein Jahrtausend alt, denn die mittelalterlichen Mauern wurden zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf den Trümmern einer alten Burg errichtet; es stellt einen Gemengebau mit romanischen und spätgotischen Bestandteilen, eine unregelmäßige Dreiflügelanlage mit eingebautem Hauptturm dar. Das anmutige braune Rokokoschlösschen, maßgeblich geprägt von der Baukunst des Weimarer Baumeisters G. H. Krone, war von Herzog Ernst August, dem Großvater von Goethes Freund und Gönner Karl August, zwischen 1736 und 1747 erbaut worden, und das südlich gelegene dritte Schloss, das sogenannte Goethe-Schloss, ist ein schlichter Renaissancebau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Über dem Türbalken ließ Wolfgang Zetzsching im Jahre 1608 ein lateinische Distichon einmeißeln, das Goethe wie folgt frei übersetzte: "Freudig trete herein und froh entferne dich wieder; ziehst du als Wanderer vorbei, segne die Pfade dir Gott!" Mehr als zwanzig mal hat sich Goethe im Laufe seines Lebens in Dornburg aufgehalten. Goethes letzter Aufenthalt vom 7. Juli bis 12. September 1828 ist der längste. Der zweigeschossige sogenannte Gutsherrenbau mit dem Renaissance-Giebel beherbergt die Goethe-Gedenkstätten in drei Zimmern, wo persönliche Einrichtungsgegenstände aufbewahrt werden. In diesem Renaissance-Schloss dient Goethe die sogenannte "Bergstube" im ersten Stock für die 66 Tage seines Aufenthalts als Arbeits- und Schlafzimmer. Die dürftige schlichte Ausstattung der Bergstube erinnert an die spartanische Schmucklosigkeit in seinem Arbeits- und Schlafgemach in Weimar. Am Eckfenster, aus dem er so gern ins Tal hinunter schaut, steht die Inschrift: "1828. Vom 7. Juli bis 12. September weilte hier Goethe." In den parkartigen Gärten und auf den Terrassen der Hänge blühen im Sommer Tausende von Rosen.

    Goethe hielt sich vom 7. Juli bis 10. September 1828 in Dornburg auf; die in dieser Zeit geschriebenen Briefe enthalten bedeutende Erkenntnisse und Bekenntnissse.
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