Hans-Harald Sedlacek / Petra Netter
Gott, Religion und Kirche
Quergedanken zwischen Glauben und Unglauben
Quergedanken über das Thema Gott, Religion und Kirche sind die Eckpunkte eines spannenden Gespräches aus zwei grundsätzlich unterschiedlichen Überzeugungen. Auf der einen Seite steht ein katholischer Christ, welcher sich kritisch mit den Deutungen von Glaubenssätzen, dem Traditionsverständnis, dem Amtsverständnis und den Lehrmeinungen der Kirche auseinandersetzt und auf dieser Grundlage die Notwendigkeit einer Reform der Amtskirche durch einen Wandel im Denken und Handeln begründet. Seine, aus dem Glauben heraus gewachsenen Überzeugungen vertritt er gegenüber der vollkommen unterschiedlichen Position seiner Gesprächspartnerin.
Diese begründet mit ihrem Bedürfnis nach Logik ihren fehlenden Glauben an Gott, Religion und Kirche und versucht, die Verhaltensweisen und Entscheidungen der kirchlichen Amtsträger und der Gläubigen aus der Sicht der Psychologie zu interpretieren.
So wird aus medizinischem und psychologischem Blickwinkel und der grundsätzlich unterschiedlichen Einstellung zum Glauben über Definitionsprobleme und den Vorgang des Glaubens diskutiert, über das Vertrauen als Voraussetzung zum Glauben, über dessen Wechselbeziehungen zu Religionen, über die Bedeutung der Menschenrechte und den Missbrauch der Glaubensbereitschaft in Religionen, über das Besondere des Christentums und über die Ursachen der Glaubenskrise, besonders in der katholischen Kirche.
Auf dieser Grundlage wird auf die christlichen Wertvorstellungen näher eingegangen, im Besonderen, was Gehorsam, Armut, Liebe und Zölibat anbetrifft und den Sinn des Lebens, Leiden, Tod und Sterben berührt. Dem offensichtlichen vielfältigen Versagen vieler kirchlicher Amtsträger werden die Möglichkeiten einer besseren Kontrolle gegenübergestellt und es wird gefragt, welche Bedeutung Religionen in unserer Gesellschaft noch spielen mögen.
Die unterschiedlichen Einstellungen und die offene sachbezogene Diskussion der Autoren ermöglichen dem Leser, gleich ob gläubig oder ungläubig, über den Tellerrand der eigenen Prägung und Vorurteile zu schauen und persönliche Ausblicke zu wagen.
Hans-Harald Sedlacek
Jahrgang 1943, studierte Veterinärmedizin und promovierte 1968 in der Endokrinpharmakologie an der Universität Gießen. Neben seiner beruflichen Tätigkeit habilitierte er sich 1989 an der Medizinischen Fakultät, Universität Marburg für das Fachgebiet Tumorbiologie; dort ist er seit 1995 außerplanmäßiger Professor.
Seit 1969 hatte er leitende Tätigkeiten in der Arzneimittel-Forschung verschiedener Pharmafirmen (Schering AG, Behringwerke AG, Hoechst Marion Roussel/Aventis) inne, war von 2000 bis 2005 wissenschaftlicher Geschäftsführer bei vier Wagniskapitalfirmen und ist seit 2005 beratend tätig im Bereich der Arzneimittelforschung.
Seine Arbeiten umfassen besonders die Gebiete der Wirkstofffindung für die Behandlung des Immunsystems und von Tumorerkrankungen, des Weiteren das Forschungsmanagement.
Die Ergebnisse seiner Tätigkeiten sind dokumentiert in zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, durch eine Vielzahl von Patenten und durch den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft (1999, Hoechst Marion Roussel), verliehen für die maßgebliche Beteiligung an der Idee, tumorassoziierte Enzyme (Tyrosinphosphokinasen) als Zielstrukturen für die Suche nach neuen Wirkstoffen für die zellspezifische Tumortherapie zu verwenden und für die hierdurch ermöglichte Auffindung des Tumorwirkstoffes Flavopiridol (Alvocidib) als einer der ersten Wirkstoffe seiner Art.
Als katholischer Christ, der sich kritisch mit den Formulierungen der Glaubenssätze, dem Traditionsverständnis, dem Amtsverständnis und den Lehrmeinungen der Kirche auseinandersetzt und die Notwendigkeit einer Reform der Amtskirche durch einen Wandel im Denken und Handeln begründet, vertritt er seine Überzeugungen gegenüber der grundsätzlich unterschiedlichen Position seiner Gesprächspartnerin.
Gott, Religion und Kirche
Quergedanken zwischen Glauben und Unglauben
Quergedanken über das Thema Gott, Religion und Kirche sind die Eckpunkte eines spannenden Gespräches aus zwei grundsätzlich unterschiedlichen Überzeugungen. Auf der einen Seite steht ein katholischer Christ, welcher sich kritisch mit den Deutungen von Glaubenssätzen, dem Traditionsverständnis, dem Amtsverständnis und den Lehrmeinungen der Kirche auseinandersetzt und auf dieser Grundlage die Notwendigkeit einer Reform der Amtskirche durch einen Wandel im Denken und Handeln begründet. Seine, aus dem Glauben heraus gewachsenen Überzeugungen vertritt er gegenüber der vollkommen unterschiedlichen Position seiner Gesprächspartnerin.
Diese begründet mit ihrem Bedürfnis nach Logik ihren fehlenden Glauben an Gott, Religion und Kirche und versucht, die Verhaltensweisen und Entscheidungen der kirchlichen Amtsträger und der Gläubigen aus der Sicht der Psychologie zu interpretieren.
So wird aus medizinischem und psychologischem Blickwinkel und der grundsätzlich unterschiedlichen Einstellung zum Glauben über Definitionsprobleme und den Vorgang des Glaubens diskutiert, über das Vertrauen als Voraussetzung zum Glauben, über dessen Wechselbeziehungen zu Religionen, über die Bedeutung der Menschenrechte und den Missbrauch der Glaubensbereitschaft in Religionen, über das Besondere des Christentums und über die Ursachen der Glaubenskrise, besonders in der katholischen Kirche.
Auf dieser Grundlage wird auf die christlichen Wertvorstellungen näher eingegangen, im Besonderen, was Gehorsam, Armut, Liebe und Zölibat anbetrifft und den Sinn des Lebens, Leiden, Tod und Sterben berührt. Dem offensichtlichen vielfältigen Versagen vieler kirchlicher Amtsträger werden die Möglichkeiten einer besseren Kontrolle gegenübergestellt und es wird gefragt, welche Bedeutung Religionen in unserer Gesellschaft noch spielen mögen.
Die unterschiedlichen Einstellungen und die offene sachbezogene Diskussion der Autoren ermöglichen dem Leser, gleich ob gläubig oder ungläubig, über den Tellerrand der eigenen Prägung und Vorurteile zu schauen und persönliche Ausblicke zu wagen.
Hans-Harald Sedlacek
Jahrgang 1943, studierte Veterinärmedizin und promovierte 1968 in der Endokrinpharmakologie an der Universität Gießen. Neben seiner beruflichen Tätigkeit habilitierte er sich 1989 an der Medizinischen Fakultät, Universität Marburg für das Fachgebiet Tumorbiologie; dort ist er seit 1995 außerplanmäßiger Professor.
Seit 1969 hatte er leitende Tätigkeiten in der Arzneimittel-Forschung verschiedener Pharmafirmen (Schering AG, Behringwerke AG, Hoechst Marion Roussel/Aventis) inne, war von 2000 bis 2005 wissenschaftlicher Geschäftsführer bei vier Wagniskapitalfirmen und ist seit 2005 beratend tätig im Bereich der Arzneimittelforschung.
Seine Arbeiten umfassen besonders die Gebiete der Wirkstofffindung für die Behandlung des Immunsystems und von Tumorerkrankungen, des Weiteren das Forschungsmanagement.
Die Ergebnisse seiner Tätigkeiten sind dokumentiert in zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, durch eine Vielzahl von Patenten und durch den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft (1999, Hoechst Marion Roussel), verliehen für die maßgebliche Beteiligung an der Idee, tumorassoziierte Enzyme (Tyrosinphosphokinasen) als Zielstrukturen für die Suche nach neuen Wirkstoffen für die zellspezifische Tumortherapie zu verwenden und für die hierdurch ermöglichte Auffindung des Tumorwirkstoffes Flavopiridol (Alvocidib) als einer der ersten Wirkstoffe seiner Art.
Als katholischer Christ, der sich kritisch mit den Formulierungen der Glaubenssätze, dem Traditionsverständnis, dem Amtsverständnis und den Lehrmeinungen der Kirche auseinandersetzt und die Notwendigkeit einer Reform der Amtskirche durch einen Wandel im Denken und Handeln begründet, vertritt er seine Überzeugungen gegenüber der grundsätzlich unterschiedlichen Position seiner Gesprächspartnerin.