Zwölf thematische Leckerbissen:
Lüp dich <3 – Virtuelle Liebe
Nomophobie – Die Angst vor dem Offline
Diät hilft nicht bei Winkefleisch
Geil ist ein geiles Wort
Jugendsünden der 80er Jahre – Stiefeltrinken und kollektive Betroffenheit
Das perfekte Muttertier – ein bastelndes Allroundtalent
Die nervigsten Ratschläge gegen Migräne
Dieses Jahr schenken wir uns nichts!
Weihnachtsserien im ZDF – mit Anna und Silas durch die Achtziger Jahre
Nich lang schnacken, Kopp inn Nacken – Metaphern im Plattdeutschen
Die Nymphomanin – Sexsüchtige oder gestörte Persönlichkeit?
Die Psychopathin – Meisterin im Verbergen ihrer Gefühlskälte
Plus Leseproben (Lehrerflüsterin Teil 1, Migräne ist ein doofer Kopfmann, Chef ade)
Textauszug:
Es gab Popper, Punker, Ökos und ganz Normale. Die Normalen nannten sich nicht so, sie waren schließlich in der Überzahl. Zu den Poppern konnte man nur gehören, wenn die Eltern in der Lage waren, Lacoste-Klamotten und Tennis-Unterricht zu finanzieren. Punker wurden erst später namentlich zu Punks und waren die heimlichen Stars. Heute wären sie cool, aber der Begriff existierte noch nicht. Was aber jeder erreichen konnte, war das gepflegte Ökotum. Betroffenheit war schwer angesagt, und Demos besuchten die Schulen gleich kollektiv. Ganze Kinos wurden angemietet, um "The day after" zu schauen und hinterher heulend im Kiefer-Jugendzimmer Apfeltee zu trinken. (Jugendsünden der 80er Jahre)
Hat Mutti eigentlich weder Lust auf Shoppingtouren noch auf Sex, liegt das ganz klar daran, dass sie nie an sich denkt. Genau darum sollte ja auch der Nachwuchs zum geeigneten Zeitpunkt in den Kindergarten gegeben werden. Dort darf man den Erzieherinnen nicht widersprechen, sollte aber zu jedem erdenkbaren Zeitpunkt freudig erregt sein, wenn es ans mütterliche Laternebasteln, Kuchenbacken oder Spielplatzrenovieren geht. Alle Mamas sind bei so etwas Naturtalente. Nur Akademikerinnen dürfen passende Ausreden für die verhassten Tätigkeiten in Anspruch nehmen. (Das perfekte Muttertier)
Wieso hat der andere eigentlich so gelächelt, als er verstohlen auf sein Handy linste? Und warum löscht er neuerdings regelmäßig den Verlauf im Internet Browser? Für viele vermeintlich Betrogene ein klarer Fall für Handlungsbedarf. Es wird spioniert, was das Zeug hält. „Wir würden niemals an das Handy des anderen gehen“ ist eine der gängigsten Lügen überhaupt. (Lüp dich)
Typische Witze, die von Frauen dieser Gattung handeln, klingen etwa so: "Bitte helfen Sie mir, Herr Doktor, alle sagen, ich sei eine Nymphomanin!" "Keine Sorge, ich kümmere mich darum. Sie können meinen Penis jetzt übrigens loslassen!" Schon befindet man sich mitten im Dilemma der Begriffserklärung rund um die Nymphomanie. Geradezu absurd klingt es selbst für die phantasievollsten Männer, dass sich eine Patientin ohne Umwege sofort am besten Stück ihres Arztes zu schaffen macht. So etwas gibt es doch bestimmt nur in erotischen Träumen – oder sind dort draußen tatsächlich Frauen unterwegs, die immer nur an das Eine denken? (Die Nymphomanin)
Lüp dich <3 – Virtuelle Liebe
Nomophobie – Die Angst vor dem Offline
Diät hilft nicht bei Winkefleisch
Geil ist ein geiles Wort
Jugendsünden der 80er Jahre – Stiefeltrinken und kollektive Betroffenheit
Das perfekte Muttertier – ein bastelndes Allroundtalent
Die nervigsten Ratschläge gegen Migräne
Dieses Jahr schenken wir uns nichts!
Weihnachtsserien im ZDF – mit Anna und Silas durch die Achtziger Jahre
Nich lang schnacken, Kopp inn Nacken – Metaphern im Plattdeutschen
Die Nymphomanin – Sexsüchtige oder gestörte Persönlichkeit?
Die Psychopathin – Meisterin im Verbergen ihrer Gefühlskälte
Plus Leseproben (Lehrerflüsterin Teil 1, Migräne ist ein doofer Kopfmann, Chef ade)
Textauszug:
Es gab Popper, Punker, Ökos und ganz Normale. Die Normalen nannten sich nicht so, sie waren schließlich in der Überzahl. Zu den Poppern konnte man nur gehören, wenn die Eltern in der Lage waren, Lacoste-Klamotten und Tennis-Unterricht zu finanzieren. Punker wurden erst später namentlich zu Punks und waren die heimlichen Stars. Heute wären sie cool, aber der Begriff existierte noch nicht. Was aber jeder erreichen konnte, war das gepflegte Ökotum. Betroffenheit war schwer angesagt, und Demos besuchten die Schulen gleich kollektiv. Ganze Kinos wurden angemietet, um "The day after" zu schauen und hinterher heulend im Kiefer-Jugendzimmer Apfeltee zu trinken. (Jugendsünden der 80er Jahre)
Hat Mutti eigentlich weder Lust auf Shoppingtouren noch auf Sex, liegt das ganz klar daran, dass sie nie an sich denkt. Genau darum sollte ja auch der Nachwuchs zum geeigneten Zeitpunkt in den Kindergarten gegeben werden. Dort darf man den Erzieherinnen nicht widersprechen, sollte aber zu jedem erdenkbaren Zeitpunkt freudig erregt sein, wenn es ans mütterliche Laternebasteln, Kuchenbacken oder Spielplatzrenovieren geht. Alle Mamas sind bei so etwas Naturtalente. Nur Akademikerinnen dürfen passende Ausreden für die verhassten Tätigkeiten in Anspruch nehmen. (Das perfekte Muttertier)
Wieso hat der andere eigentlich so gelächelt, als er verstohlen auf sein Handy linste? Und warum löscht er neuerdings regelmäßig den Verlauf im Internet Browser? Für viele vermeintlich Betrogene ein klarer Fall für Handlungsbedarf. Es wird spioniert, was das Zeug hält. „Wir würden niemals an das Handy des anderen gehen“ ist eine der gängigsten Lügen überhaupt. (Lüp dich)
Typische Witze, die von Frauen dieser Gattung handeln, klingen etwa so: "Bitte helfen Sie mir, Herr Doktor, alle sagen, ich sei eine Nymphomanin!" "Keine Sorge, ich kümmere mich darum. Sie können meinen Penis jetzt übrigens loslassen!" Schon befindet man sich mitten im Dilemma der Begriffserklärung rund um die Nymphomanie. Geradezu absurd klingt es selbst für die phantasievollsten Männer, dass sich eine Patientin ohne Umwege sofort am besten Stück ihres Arztes zu schaffen macht. So etwas gibt es doch bestimmt nur in erotischen Träumen – oder sind dort draußen tatsächlich Frauen unterwegs, die immer nur an das Eine denken? (Die Nymphomanin)