„Ich muss verrückt sein, noch hier zu sein“, denkt er. „Ich muss verrückt sein, hier weg zu gehen“, denkt sie und kam als Flüchtling übers Wasser nicht des Mittelmeers sondern der Irrsee. Zeit ihres Lebens glaubte sie an ein Missverständnis und harrte einer Korrektur, schien nie ganz bei der Sache.
Noch weniger kam ihre Tochter zurecht, hat von der Flucht sich nie ganz erholt und zählt bis heute zu den scheuen Waldtieren, die heimatlos im Unterholz hausen und Reißaus nehmen, sobald irgendwo unterm Absatz ein Ast knackt.
Ja, noch der Enkel misst die Heimat, die er gar nicht kennt, auch wenn er ahnt, dass die Wehmut nicht dem Ort gilt sondern der verlorenen Zeit. Denn die Grenze ist offen, das Land noch dort, wo es war, und er ist hin und hat sich ein Bild gemacht. Aber was war, kommt nicht wieder, und der Gedanke wäre unerträglich, wenn die Alternative nicht noch unerträglicher wäre, nämlich auch nur einen Tag der Vergangenheit, die noch jeden vertrieben hat, ein weiteres Mal erleben zu müssen.
„Die fassungslose Wut und Trauer ob der von den Seinen wenn nicht begangenen, so doch zugelassenen Gräuel hält sich auf so spannende wie berührende Weise die Waage mit der bedingungslosen Zuneigung zur Großmutter, die der Erzähler als atmende, fühlende, neugierig reifende Frau in den Mittelpunkt dieses großartigen Romans stellt.“ (Silvana)
„Ich kenne keinen anderen deutschsprachigen Autor, dessen Texte und Gedichte mich immer wieder dazu hinreißen, laut vor mich hin zu lesen und dabei jeden Satz und jede Zeile genussvoll wie auf einer Bühne zu deklamieren.“ (Ayuseva)
„Ein überraschendes Buch, von einem Autor, der sich nicht scheut, das Leben einer verfemten Generation zu mikroskopieren. … Hier werden die dunklen Jahre der deutschen Geschichte erfahrbar gemacht, ohne sie zwischen Klischees und wollüstigen Selbstanklagen zu zerreiben.“ (Reynaldo)
"Witzig wie Kishon, weise wie Einstein, milde wie Albert Schweitzer!
Ein sagenhaftes Buch! Eigentlich bloß eine Auseinandersetzung mit Schlesien, den Erinnerungen und Verklärungen – aber im Grunde eine urkomische Abrechnung mit der gescheiterten deutschen Politik nach Bismarck. Das muss man/frau gelesen haben!" („Prima Vera“ auf Ariva.de)
Noch weniger kam ihre Tochter zurecht, hat von der Flucht sich nie ganz erholt und zählt bis heute zu den scheuen Waldtieren, die heimatlos im Unterholz hausen und Reißaus nehmen, sobald irgendwo unterm Absatz ein Ast knackt.
Ja, noch der Enkel misst die Heimat, die er gar nicht kennt, auch wenn er ahnt, dass die Wehmut nicht dem Ort gilt sondern der verlorenen Zeit. Denn die Grenze ist offen, das Land noch dort, wo es war, und er ist hin und hat sich ein Bild gemacht. Aber was war, kommt nicht wieder, und der Gedanke wäre unerträglich, wenn die Alternative nicht noch unerträglicher wäre, nämlich auch nur einen Tag der Vergangenheit, die noch jeden vertrieben hat, ein weiteres Mal erleben zu müssen.
„Die fassungslose Wut und Trauer ob der von den Seinen wenn nicht begangenen, so doch zugelassenen Gräuel hält sich auf so spannende wie berührende Weise die Waage mit der bedingungslosen Zuneigung zur Großmutter, die der Erzähler als atmende, fühlende, neugierig reifende Frau in den Mittelpunkt dieses großartigen Romans stellt.“ (Silvana)
„Ich kenne keinen anderen deutschsprachigen Autor, dessen Texte und Gedichte mich immer wieder dazu hinreißen, laut vor mich hin zu lesen und dabei jeden Satz und jede Zeile genussvoll wie auf einer Bühne zu deklamieren.“ (Ayuseva)
„Ein überraschendes Buch, von einem Autor, der sich nicht scheut, das Leben einer verfemten Generation zu mikroskopieren. … Hier werden die dunklen Jahre der deutschen Geschichte erfahrbar gemacht, ohne sie zwischen Klischees und wollüstigen Selbstanklagen zu zerreiben.“ (Reynaldo)
"Witzig wie Kishon, weise wie Einstein, milde wie Albert Schweitzer!
Ein sagenhaftes Buch! Eigentlich bloß eine Auseinandersetzung mit Schlesien, den Erinnerungen und Verklärungen – aber im Grunde eine urkomische Abrechnung mit der gescheiterten deutschen Politik nach Bismarck. Das muss man/frau gelesen haben!" („Prima Vera“ auf Ariva.de)